Mein Mutmacher-Werdegang
... die Anfänge ...
Mit 4 saß ich immer wieder vor dem Bücherregal meiner Großeltern und blätterte im Buch „Gesundheit“. Ich schaute immer wieder die bunten Bilder vom Körper und seinen Organen an. Ich fand alles schön und geheimnisvoll und spürte eine Bedeutsamkeit, die ich noch in keiner Weise verstand.
Mit 10 starb meine Oma an Krebs. Beeindruckt von dem Drama und seiner Unabwendbarkeit schwor ich mir, später irgendwann einmal herauszubekommen, woran das alles lag und dadurch sowas natürlich verhindern zu können.
Mit 14 steckte ich in meiner größten und langanhaltenden Lebenskrise und erkrankte gleichzeitig an juvenilem Diabetes. Ein Zusammenhang fiel weder mir auf noch fragten mich meine damaligen Ärzte nach meinem Lebensgefühl oder meiner Lebenssituation.
Der „Zucker“ lehrte mich strenge Disziplin und ständige Achtsamkeit auf Körpersignale, Ernährung und Lebensumstände. Seine Behandlung brachte mich erneut in Kontakt mit der wundersamen Welt der Medizin. Damit waren die Weichen gestellt…
... Krankenpflege ...
Nach meinem Entschluss, Medizin zu studieren, arbeitete ich zunächst 2 Jahre als Krankenpflegepraktikant auf einer internistischen Intensivstation. Hier war ich von der Heftigkeit so manchen Krankheitsgeschehens, aber auch von den Möglichkeiten der medizinischen Behandlungsstrategien beeindruckt.
... das Medizinstudium ...
Dann folgte das Medizinstudium an der Uni Rostock, - hier waren es die Anatomie und Physiologie, die aus mir einen Begeisterten unserer Anlagen, Strukturen, Reaktionsweisen und vor allen Dingen der Genialität unserer eigenen Abwehr- und Heilungsmechanismen machten. Nach zwei Jahren wollte ich daher eigentlich mein Studium abbrechen und stattdessen mich auf den Weg machen zu den Menschen, um ihnen über all diese wunderbaren Anlagen und Reaktionsweisen zu berichten, um ihnen über Erkenntnis und Verstehen ihre Ängste zu nehmen. Die Umstände in der damaligen DDR ließen solche Formen von Selbstständigkeit und Selbstverwirklichung nicht zu und so beendete ich mein Studium regulär.
... der Hausarzt ...
Anschließend folgten die Facharztausbildung zum Allgemeinmediziner und 4 Jahre Tätigkeit als Hausarzt in eigener Praxis. In dieser Zeit fing ich an, die Zusammenhänge von Krankheit und begleitenden Lebensumständen zu studieren und sollte fortan nie mehr damit aufhören. Unter dem Ziel eines zukünftig mir dann eher möglichen ursächlichen Einwirkens auf diese Zusammenhänge bei meinen Patienten bildete ich mich im Fachgebiet Psychosomatik weiter und beendete meine vorrangig symptomorientierte Tätigkeit als Hausarzt.
... Psychosomatik ...
Es folgte eine 12-jährige Tätigkeit als Stationsarzt und ärztlicher Bezugstherapeut in einer psychosomatischen Reha-Klinik. Nun studierte ich also hauptberuflich die Zusammenhänge von Körper, Psyche und Lebensumständen. Lange Jahre war ich erfüllt von dieser Behandlungsform und dem Umgang mit den Patienten und ihrem Leben. Allerdings blieben die erzielbaren Verbesserungen und Veränderungen bei den Patienten unter meinen Erwartungen, wobei ich heute sagen muss, dass zahlreiche Zusammenhänge, die ich heute sehe und in ihrer Natürlichkeit erkenne, meinem damaligen Blick noch verborgen blieben.
... Sabbatical ...
Es folgten 2 Sabbatical-Jahre, in denen ich unterschiedlichste Tätigkeiten und Berufe auf nichtmedizinischem Gebiet kennenlernen und gleichzeitig intensive Erfahrungen im Bereich des Glaubens und der Spiritualität machte.
... Onkologie ...
Ab dem Jahr 2007 arbeitete ich dann wieder als Arzt, zunächst über einen kürzeren Zeitraum als Anstaltsarzt einer Justizvollzugsanstalt, dann viele Jahre als Stationsarzt in der onkologischen Rehabilitation. Da im gleichen Hause die Fachbereiche Kardiologie und Psychosomatik vorhanden waren, machte ich in den Bereitschaftsdiensten auch mit den hier vertretenen Symptombereichen weitere Erfahrungen. Ich erlebte mein Berufsleben als erfüllt und hätte wohl noch viele weitere Jahre an dieser Stelle gewirkt, wenn nicht mein eigenes System aus Körper, Seele und Geist für ein Ende gesorgt hätte. Selbst seit meiner Jugend an Diabetes erkrankt nahmen über 2 Jahre meine Sehbeeinträchtigungen rasch zu und führten zur Aufgabe meiner Tätigkeit in diesem Bereich.
... zurück zu den Menschen und ihrem Leben ...
In der nachfolgenden Krankheits- und Orientierungszeit hatte ich Gelegenheit, zu meinen Wurzeln der Begeisterung über unser geniales Lebens- und Seelengefährt als auch zu meinen gereiften Erkenntnissen und Sichtweisen zu finden.
So reifte der Entschluss, nicht nur am Rande wie bisher in der Onkologie, sondern mit ganzer Kraft und Zeit und aus ganzem Herzen meine lebens- und körperbejahende Sichtweise mit anderen zu teilen. Ihnen auf der Grundlage vieler Erfahrungen und Erkenntnisse über die Zusammenhänge von uns und unseren Lebensumständen sowie unserer Grundbedürfnisse zu helfen, zu einer veränderten, positiveren Sichtweise von sich selbst, dem Körper, dem Leben zu finden. Um auf diese Weise not-wendende Veränderungen und Lebensschritte zu erkennen und umzusetzen. Und so Frieden mit sich, dem Körper und seinen Symptomen, mit dem bisherigen Leben und dem Leben überhaupt zu finden.
Und genau zu all dem Mut zu machen!
Auf Grund all dessen gibt es jetzt also das Mutmacher-Gesprächsangebot, diese Webseite und eben all diese Zeilen, die Sie jetzt gelesen haben.